Wussten Sie, dass ...?

Antworten auf häufig gestellte Fragen und Wissenswertes über Skiareál Špindlerův Mlýn an einem Ort.  




Warum werden die Pisten nicht im gesamten Skigebiet gleichzeitig beschneit?

Wussten Sie, dass sich das künstliche Beschneien von Abfahrtspisten nach strengen Regeln richtet? Die wichtigsten von ihnen betreffen die Wasserführung in den Bächen und Flüssen. Jedes Jahr zu Wintereinbruch beginnt Skiareál Špindlerův Mlýn, schrittweise alle seine Abfahrtspisten zu beschneien. In diesem Jahr ist aber die Wintervorbereitung wegen des insgesamt sehr trockenen Jahres komplizierter und auch langsamer als gewöhnlich. Wasser gab es wirklich sehr wenig und zum Beschneien konnten wir im Vergleich zu den Vorjahren nur eine sehr beschränkte Menge in Anspruch nehmen. Die Vorbereitung der Pisten richtet sich jeden Winter nach den Prioritäten unserer Besucher. Die meisten von ihnen nutzen die blauen und die roten Pisten und deshalb werden diese Pisten für den Betrieb stets früher als z. B. die schwarzen Pisten, die Funtracks und weitere Spezialitäten von Skiareál vorbereitet.



Warum sind Pisten nicht in Betrieb, wenn auf ihnen Schnee liegt?

Die Vorbereitung der Pisten für den Tagesbetrieb besteht nicht nur im Beschneien. Eine wichtige Rolle spielt auch die Präparierung der Pisten mit Pistenraupen. Damit eine Piste der täglichen Durchfahrt von mehreren Hundert Skifahrern standhält, ist der Schnee auf der Piste mit Pistenraupen zu präparieren. Es ist zu erwähnen, dass eine Schneeraupe mehr als zehn Tonnen wiegt und eine Schicht frischen Schnees beim Befahren mit der Pistenraupe durch deren Gewicht sehr stark zusammengerückt wird. Würde eine Pistenraupe auf eine Piste mit einer unzureichenden Schneeschicht fahren, würden Lehm und Steine aus dem Untergrund herausgerissen werden und das sog. „schwimmende Gestein“ würde dann die ganze Wintersaison über im Schnee bleiben. Sobald auf der Piste ausreichend Schnee liegt, präparieren die Pistenraupen die Piste und schaffen eine geschlossene Schneedecke, wobei uns die modernste Technologie SNOWsat behilflich ist, und anschließend wird die Piste für den öffentlichen Betrieb geöffnet.



Warum werden Pisten nur manchmal morgens und abends präpariert?

Die Vorbereitung einer Piste für den nächsten Betriebstag erfolgt auch nach dem Präparieren mit einer Pistenraupe. Eine wichtige Rolle spielt der Frost, der mehrere Stunden auf die durch den Finisher der Pistenraupe geschaffene Struktur (sog. Cord-Struktur) einwirkt. Deshalb rücken die Pistenraupen täglich gleich nach Betriebsende um 16:30 Uhr zur Präparierung der Pisten aus. Wenn nach dieser Präparierung über Nacht bis zu 10 cm Schnee fallen, rücken die Pistenraupen morgens nicht aus, da die Ketten die bereits fertige und gefrorene Cord-Struktur zerstören würden und die Piste anschließend beim Befahren durch die Skiläufer sehr schnell abgenutzt werden würde. Wenn jedoch über Nacht mehr als 10 cm frischen Schnees fallen, rücken die Pistenraupen morgens aus, um die frische Schneeschicht zu „überfahren“ und sie zu einer geschlossenen Struktur zu glätten. Das Fahren auf einer geglätteten Oberfläche ist dann für die Skifahrer komfortabler und sicherer.



Langlaufloipen in Spindlermühle

Skiareál Špindlerův Mlýn betreibt alljährlich ca. 90 km Langlaufloipen, die im Laufe der Wintersaison täglich präpariert werden. Die Loipen sind für die Öffentlichkeit frei zugänglich und so können Skilangläufer auf den Kämmen des Riesengebirges kostenlos eine perfekt vorbereitete Spur nutzen. Seit der Wintersaison 2018/19 ist die Nutzung des zahlreich von Skilangläufern genutzen Parkplatzes an der Seilbahn nach Horní Mísečky gebührenpflichtig. Es besteht jedoch kein Grund zur Panik, kostenloses Parken ist auch weiterhin auf dem großen Auffangparkplatz in Dolní Mísečky möglich, von wo ein kostenloser Skibus nach Horní Mísečky zu den Langlaufloipen fährt. Der Parkplatz in Horní Mísečky ist für Inhaber einer registrierten GOPASS-Karte mit einem gültigen Produkt KOSTENFREI.  



Warum wollen wir nicht, dass sich Personen auf geschlossenen Pisten aufhalten?

Die Abfahrtspisten in Skiareál Špindlerův Mlýn sind für die Öffentlichkeit bis 16:30 geöffnet, danach fahren die Pistenraupen zur täglichen Präparierung der Pisten auf die Hänge. Die eigentliche Präparierung der Pisten dauert mehrere Stunden, ebenso wie der anschließende Prozess des Aushärtens der präparierten Schneestruktur. Eine Fahrt auf einer präparierten geschlossenen Piste entwertet erheblich die anspruchsvolle Arbeit der Pistenraupenfahrer und Ihre Spuren können Skifahrern Probleme bereiten, die bei der Fahrt auf der morgendlichen Cord-Struktur eine hochwertige, hundertprozentig vorbereitete Oberfläche erwarten. Neben der Rücksichtnahme auf die Morgenskifahrer und dem Respekt gegenüber der Arbeit der Pistenraupenfahrer gibt es aber noch einen weiteren wichtigen Grund, und dies ist Ihre Sicherheit. Die Pistenraupen verwenden beim Aufenthalt auf den verschneiten Hängen zur Verankerung sehr häufig Stahlseile, die eine Länge von bis zu 1 500 Metern und eine Zugkraft von bis zu 18 Tonnen haben. Dank dieser Seile sind die Pistenraupen in der Lage, auch sehr anspruchsvolles Gelände zu präparieren. Die quer über die Piste gezogenen Fangseile der Pistenraupen sind dünn und schneiden sich an den Kanten in den Schnee ein, deshalb müssen sie auf den ersten Blick nicht zu sehen sein. Für Skifahrer, die auf einer geschlossenen Piste fahren, bedeuten sie somit eine tödliche Gefahr.  



Was steckt hinter dem Vereisen des Seils der Seilbahn auf den Medvědín?

Zu einer Vereisung am Seil der Medvědíner Seilbahn kommt es bei einem spezifischen Unterschied der Lufttemperaturen, wobei die Temperaturen in der Talstation über 0 °C und gleichzeitig in der Bergstation um die -2 bis -4 °C liegen. Bei den genannten Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit, die meist durch dichte Bewölkung verursacht ist, kommt es zur Bildung eines elastischen Eisfilms, der weder bei der Fahrt über die Rollenbatterien noch über die Seilscheiben vom Seil abbricht. Dadurch ist das Seil sehr rutschig und weist eine geringe Reibung an den Reibrädern auf, von denen die Sessel in den Stationen angetrieben werden. Die Sessel fahren danach nicht durch die Stationen und die Seilbahn kommt zum Stehen. In diesem Fall sind die Sessel erneut zu garagieren und die Vereisung ist mithilfe von Holzschäften und Kratzern vom Seil zu kratzen und erst wenn das Seil sauber ist, kann der Betrieb der Seilbahn wieder aufgenommen werden.  



Wie erschwert der Wind den Betrieb der innogy line in Svatý Petr?

Die Sechser-Sesselbahn ist für den Komfort der Passagiere mit einer Abdeckhaube ausgestattet. Bei Nordwind bläst dieser in dieselbe Richtung wie die Streckenführung der Seilbahn und an der Bergstation bläst er sehr stark gegen die Rückseite der Sessel, was den Betrieb des Öffnungsmechanismus der Wetterschutzhaube erschwert. Wenn man es dann nicht rechtzeitig schafft, diese zu öffnen, kommt es zu Kollisionen der Sessel in der Bergstation. Die Seilbahn ist mit drei Windmessern an der Trasse der Seilbahn ausgestattet. Die zulässige Windgeschwindigkeit ist 18 m/s (65 km/h) – bis zu dieser Windgeschwindigkeit kann die Seilbahn mit voller Geschwindigkeit betrieben werden. Die kritische Windgeschwindigkeit ist 20 m/s (72 km/h), bei dieser fährt die Seilbahn mit gesenkter Geschwindigkeit. Weht der Wind noch stärker, muss die Seilbahn gestoppt werden. Großes Augenmerk ist aber auch auf die Bäume entlang der Seilbahntrasse zu legen, die unter einer Eis- oder Schneelast bereits bei niedrigeren Windgeschwindigkeiten umstürzen und auf die Trasse der Seilbahn fallen können. 




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